Zu süß zum Teilen? - Kinderfotos im Internet
Online-Elternabend-Serie "Verstehen. Begleiten. Stärken. Familie im Digitalen Wandel"

Kinderfotos sind wertvolle Erinnerungen - doch wie sicher sind sie, wenn wir sie auf Instagram, im WhatsApp-Status oder in Familiengruppen teilen? An diesem Elternabend sprechen wir darüber, ab wann Kinder ein eigenes Recht am Bild haben, wie Sie ihre Privatsphäre schützen können und was hilft, wenn Fotos ungewollt in falsche Hände geraten.
Infos zur Reihe in der das Angebot stattfindet
Das Angebot ist Teil der Online-Elternabend-Serie "Verstehen. Begleiten. Stärken. Familie im Digitalen Wandel"
- weitere Infos und weitere Angebote auf unserer Webseite:
- Elternabende 2026 - Fachstelle Medienbildung
weitere Infos zum Angebot
Zielgruppe
- Insbesondere Eltern von Kindern (0 – 14 Jahren)
Zusammenfassung: 5 Tipps von MEiFA
- Recht am eigenen Bild: Auch Kinder besitzen sowohl ein Recht am eigenen Bild, für das die Sorgeberechtigten zu einem entsprechenden Kindesalter einstehen (zw. 7 und 14 Jahren, je nach Reife und Einsichtsfähigkeit des Kindes), als auch ein Recht auf Privatsphäre. Was Erwachsene als niedliche Alltagsschnappschüsse teilen, kann Kindern später unangenehm sein. Einmal geteilt, können Fotos kaum mehr vollständig aus dem Netz gelöscht werden.
- Kinder sind kein Content: Auch vermeintlich private Profile, WhatsApp-Gruppen oder Status-Meldungen gleichen einer Veröffentlichung von Kinderfotos. Einmal geteilte Bilder können von Empfänger*innen unbemerkt gespeichert und weitergeteilt werden. Tipp: Regelmäßig die eigenen Privatsphäreneinstellungen und Chatkontakte auf Aktualität kontrollieren.
- Daten schützen: Keine personenbezogenen Informationen teilen wie z. B. den Namen, Schule, Kindergarten, Lieblingsspielplatz oder auch z. B. Standortdaten der erstellten Fotos deaktivieren, sodass diese nicht versehentlich geteilt werden.
- Die 3-Schritt-Regel (Denken – Fragen – Posten): Erstens: Überlegen, ob das Foto intime Details preisgibt. Zweitens: Das Kind immer um Erlaubnis fragen (auch schon im Kindergartenalter!), um es so bereits früh für das Thema Bildrecht, Selbstwirksamkeit und eigene Grenzen zu sensibilisieren. Drittens: Genau prüfen, wer das Bild am Ende wirklich sehen kann.
- Jedes Foto kann missbraucht werden: Täter*innen im Netz suchen gezielt auch nach alltäglichen Kinderfotos. Laut Polizei und Deutschem Kinderhilfswerk werden so vermeintlich harmlose Bilder (z. B. beim Sport oder Spielen) entwendet und in pädo-kriminellen Kontexte gestellt und geteilt.
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Anbieterin
Projekt MEiFA - Medienwelten in der Familie - Fachstelle Medienbildung