Jahrestreffen 2026 - Ergebnisse

„Medienbildung ist Demokratiebildung. Über Medien erfahren wir unsere Wirklichkeit: Medienkompetenz ist Wirklichkeitskompetenz.“

Prof. Dr. Dr. Burkhard Fuhs, em. Professor für Lernen und Neue Medien, Schule und Kindheitsforschung an der erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt

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Herausforderungen und praxisnahe Lösungen

„Augen auf! Medienbildung geht uns alle an!“, schallte es am 18. März 2026 symbolisch durch die Sendehalle in Weimar. Dieses Leitmotiv begleitete das Jahrestreffen der Fachstelle Strategische Medienbildung Thüringen mit dem Ziel, aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven der Medienbildung in Thüringen zu diskutieren und Handlungs- wie Lösungswege herauszukristallisieren. Die mehr als hundert Akteure aus der Medienbildung, der Politik, der Verwaltung in Thüringen einte zum Jahrestreffen der Fachstelle Strategische Medienbildung in der Klassikerstadt eine gemeinsame Aufgabe:  Mehr Medienkompetenz für Menschen jeden Alters, von ganz Klein bis Groß, in Thüringen zu erreichen. 

Medienkompetenz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Ein zentraler Punkt der Veranstaltung war es zudem, für das Thema Medienbildung zu sensibilisieren, diese als gesamtgesellschaftliche Querschnittsaufgabe zu verstehen und in der Politik zu verankern, damit sich alle Generationen in der digitalen Welt zurechtfinden und medienbewusst handeln können. Dazu gehört, die Medienbildung und ihre Akteure in der Fläche zu stärken und Digitalisierung mit Medienkompetenz zu verbinden, um den Bedarfen aus den ländlichen Regionen des Freistaats Rechnung zu tragen. Und genau das war Thema der Politiker-Talkrunde zum Thema „Verantwortung der Politik in der digitalen Gesellschaft“ zu Beginn der Veranstaltung. Hier vielen klare Worte der Partner der Fachstelle aus den Thüringer Ministerien und der Landesmedienanstalt, die ihre Sicht zur Medienbildung im Freistaat manifestierten und ganz klar äußerten, dass Medienbildung stärker in den Kommunen und Landkreisen verankert werden müsse, um damit mehr Medienkompetenz genau vor Ort erreichen zu können.

Medienbildung praxisnah und lösungsorientiert 

Viele Anregungen zum Handeln vermittelte Dr. Susanne Eggert, Direktorin und fachliche Leitung des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, mit ihrem fachlichen Input zu ihrer Studie "Eltern besser erreichen – Handlungsansätze für die Medienpädagogik" den Teilnehmenden, die anschließend in fünf Panels ebenso praxisnah und lösungsorientiert zu verschiedenen Gesichtspunkten der Medienbildung zusammenkamen. Hier wurden die aktuellen Herausforderungen konkret benannt und konkrete Lösungsansätze beschrieben.  Medienbildungsnetzwerk Thüringen bei der Umsetzung der herausfordernden Aufgaben und bedankt sich bei allen Teilnehmenden, Gästen sowie hinter den Kulissen Tätigen für die Unterstützung, Kreativität, das Engagement und die Beiträge, die allesamt dieses Jahrestreffen zu einem wunderbaren und zielweisenden Tagungserlebnis gemacht haben.

Foto: Wolfram Schubert

Forderungen an die Politik

der Teilnehmenden der fünf Panels:

  • Medienbildung ist Demokratiebildung. Bewusstsein schaffen für die Verantwortung jedes einzelnen, sich mit Medienbildung auseinanderzusetzen #Holschuld: Niedrigschwellige Zugänge schaffen, indem bestehende Strukturen genutzt werden.
  • Medienbildung als verbindende Querschnittsaufgabe aller politischen Akteure, damit sich alle Generationen in der digitalen Welt zurechtfinden und medienbewusst handeln können. Dazu gehört, die Medienbildung und ihre Akteure in der Fläche zu stärken und Digitalisierung mit Medienkompetenz zu verbinden.
  • Sehen und gesehen werden: Strategie für eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit etablieren, um zielgruppenübergreifend Medienbildung alltagsnah für alle zu ermöglichen.
  • Den Blick schärfen: Qualifizierung, Fort-, Aus- und Weiterbildung sowie Materialien nicht nur für pädagogischen Fachkräfte, sondern auch für nicht-pädagogische Multiplikatorinnen in anderen Bereichen.
  • Alle im Blick: Kommunale Strukturen (vor Ort oder mobil) als Anlaufstellen unterstützen und weiterentwickeln, um allen, und zwar inklusiv, eine Chance auf Medienbildung zu ermöglichen.
  • Hinter die Kulissen geschaut: Schule für Medienbildung entlang und jenseits des Fachs Medienbildung und Informatik weiter öffnen. Schule als Begegnungsort denken, indem die Infrastruktur und Rahmenbedingungen, als auch die Zugänge zu Eltern, Nachbarschaft, Großeltern genutzt und ausgebaut werden.
  • Zweimal hingeschaut: Fördermittel zusammendenken und niedrigschwellig zur Verfügung stellen mit dem Ziel Pilotprojekte zu verstetigen. Damit ist eine nachhaltige, qualitativ hochwertige Versorgung an Medienbildungsangeboten gewährleistet.

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Die mit der Talkrunde und dem fachlichen Input inspirierten für die fünf Panels, in denen teils leidenschaftlich die Herausforderungen diskutiert und Praxisideen entwickelt wurden. Genau diese wurden zum Abschluss des Jahrestreffens von Redakteurinnen und Redakteuren Thüringer Bürgerradios zusammengefasst und dem Auditorium vorgetragen.  

Zu den Details der Ergebnisse
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Panel 1: Zweimal hingeschaut „Medienbildung bewerben“

Kernidee:

Medienbildung erreicht alle am besten durch 

  • eine Kombination aus digitalen und analogen Kanälen, 
  • kurzen, alltagsnahen Inhalten, 
  • gezielter Vernetzung und 
  • kontinuierlicher Präsenz im Lebensumfeld der Zielgruppen.

zum Ergebnispapier

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