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Medienkompetenz für alle als gesamtgesellschaftliche Aufgabe
„Wir brauchen mehr Medienkompetenz durch Medienbildung, damit alle Generationen die digitalen Herausforderungen meistern und medienbewusst handeln können“, sagt Andrea Bätzig, Koordinatorin der Fachstelle Strategische Medienbildung Thüringen. Diese Forderung steht im Mittelpunkt des Jahrestreffens der Fachstelle Strategische Medienbildung Thüringen am 18. März 2026 in der Sendehalle in Weimar.
Unter dem Titel „Augen auf! Medienbildung geht uns alle an!“ haben sich mehr als hundert Akteure aus der Medienbildung, der Politik, der Verwaltung in Thüringen zum Jahrestreffen der Fachstelle Strategische Medienbildung in der Klassikerstadt zusammengefunden. Im Zentrum der Veranstaltung stand die Medienbildung und die Verantwortung aller für mehr generationsübergreifende Medienkompetenz in Thüringen.
Ziel der Veranstaltung war, das Thema Medienbildung zu sensibilisieren und als gesamtgesellschaftliche Querschnittsaufgabe zu verstehen und zu verankern. Dazu gehöre es, so Andrea Bätzig, Medienbildung gezielt in die Fläche zu bringen, um auch in den ländlichen Regionen Thüringens den Bedarfen gerecht zu werden. Dafür hat die Fachstelle Strategische Medienbildung Thüringen, die seit etwa einem Jahr in Erfurt am Start ist, bereits eine Plattform auf ihrer Website etabliert, auf der sich Medienbildungsakteure mit ihren Angeboten präsentieren und vernetzen können. „Hier sind großartige Angebote für jedes Alter zusammengestellt, die Jung und Alt, Kindergärten, Schulen, Institutionen und Vereine für ihre ganz konkrete Medienbildungsarbeit nutzen können, da diese Akteure vor Ort sind“, wirbt Andrea Bätzig für die breit gefächerten Möglichkeiten von Medienbildung.


Medienbildung stärker in den Kommunen und Landkreisen zu verankern, um damit mehr Medienkompetenz zu erreichen, war auch Thema der Talkrunde „Verantwortung der Politik in der digitalen Gesellschaft“, zu Beginn der Veranstaltung. Die Partner der Fachstelle aus Thüringer Ministerien und der Landesmedienanstalt präsentierten ihre Sicht zur Medienbildung im Freistaat und antworteten sehr engagiert und teils leidenschaftlich auf die brisanten Fragen des Veranstaltungsmoderators Prof. Dr. Martin Geisler von der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Tenor der Runde, Medienbildung und ihre Akteure deutlich mehr vor allem in der Fläche zu stärken und Digitalisierung mit Medienkompetenz zu verbinden. Zur Zitatenbox - Jahrestreffen-Snacks
Mit ihrem fachlichen Input „versorgte“ Dr. Susanne Eggert, Direktorin und fachliche Leitung des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, die Teilnehmenden, die sich anschließend in fünf Panels zu verschiedenen Gesichtspunkten besonders den Herausforderungen stellten wie beispielsweise, Zielgruppen besser zu erreichen über beispielsweise mehr und vor allem wirksame Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung und Austausch zu bereits vorhandenen guten Beispielen. Zur Studie
In fünf Workshops beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Handlungs- und Lösungsmöglichkeiten, um Medienbildung als Wirklichkeitsbildung noch stärker in den öffentlichen Blickpunkt zu rücken, gemeinsam mit dem Medienbildungsnetzwerk Thüringen herauszukristallisieren. Zu den Ergebnissen der Panels
Mit dem Motto „Augen auf! Medienbildung geht uns alle an!“ ist der Medienbildung an diesem Tag eine große Bühne gegeben worden. Jetzt heißt es, dass alle Akteure im Ensemble agieren, damit der Vorhang dauerhaft aufgeht und das Thema Medienbildung im gesamtgesellschaftlichen Programm eine feste Rolle einnimmt.
Die Fachstelle unterstützt ihre institutionellen Partner und das Medienbildungsnetzwerk Thüringen bei der Umsetzung der herausfordernden Aufgaben und bedankt sich bei allen Teilnehmenden, Gästen sowie hinter den Kulissen Tätigen für die Unterstützung, Kreativität, das Engagement und die Beiträge, die allesamt dieses Jahrestreffen zu einem wunderbaren und zielweisenden Tagungserlebnis gemacht haben.
Fotos: Wolfram Schubert
Zum ErgebnispapierMedienstaatssekretär Stephan König (CDU) unterstrich:
Die Debatte um Altersgrenzen und Social-Media-Zugänge notwendig ist, um Kinder und Jugendliche besser zu schützen und zugleich politische Lösungen weiterzuentwickeln.
Familienministerin Katharina Schenk (SPD) sprach sich gegen ein Verbot von Social Media aus:
Medienkompetenz stärken, nicht nur bei Kindern und Jugendlichen, sondern ebenso bei Eltern, Familien und älteren Menschen.
Digitalminister Steffen Schütz (BSW) betonte:
Digitalisierung braucht Vertrauen, Verständlichkeit und gemeinsame Standards, statt Verantwortung zwischen Ressorts hin und her zu schieben.
Einstimmige Meinung aus dem Politiktalk:
"Medienbildung für Senioren, für die Kita, die Schule muss in die Fläche!"
TLM-Direktor Jochen Fasco unterstrich deutlich:
Neben der Verbotsdebatte, müssen vor allem die Plattformen stärker in die Pflicht genommen werden. Außerdem brauche es vor Ort mehr Schutz, Befähigung und konkrete Angebote der Medienbildung.
Koordinierungsstelle Medienbildung Sachsen:
"Medienbildung geht uns alle an! Da können wir nur zustimmen!"
Unter der Moderation von Prof. Martin Geisler wurde deutlich, dass es keine einfachen Antworten gibt, aber einen breiten Konsens:
Medienbildung ist eine Aufgabe für die ganze Gesellschaft und für alle Generationen.