Auf dieser Team-Seite veröffentlicht die Fachstelle Strategische Medienbildung Thüringen ihr Selbstverständnis in Form eines Leitbilds zu ihren Werten und Vorstellungen ihrer Arbeit sowie Standpunkte zu aktuellen Themen der Medienbildung im Freistaat. Schreiben Sie uns gerne Ihre Meinung dazu. Wir sind an Ihren Positionen interessiert, um unsere Arbeit noch besser gestalten zu können. Für das gemeinsame Ziel, einer weitere Stärkung der Medienkompetenz durch vielfältige und umfassende Medienbildungsangebote für alle Generationen auf der Grundlage eines großen Medienbildungsnetzwerkes.
E-MailMedienbildung bedeutet für uns mehr als nur Knöpfchen-Kunde. Solche Kompetenzen der technischen Bedienung und Mediennutzung sind zwar wichtig, aber hier fängt Medienbildung für uns erst an.
Ziel der Medienbildung nach unserem Verständnis ist es, sich selbst ins Verhältnis zu setzen zu den Medien und zur Gesellschaft in der wir leben und damit die Gesellschaft in der wir leben wollen aktiv mit zu gestalten. Zur Medienbildung gehört für uns die Medienaneignung, also sich die Medien zu eigen zu machen, und
(siehe auch Baacke 1996, Baacke 2001)
Notwendig dafür ist unserer Meinung nach
Dann können Medienbildungsakteure das tun, was unserer Auffassung nach wichtig ist: Mit, über und in/durch Medien:
(siehe auch Nickel et al. 2023)
Diese Arbeit wollen wir mit der Fachstelle unterstützen und so gute Medienbildung in Thüringen für alle ermöglichen.
Ein erster Schritt war das Impulspapier, in dem wir gesammelt haben, was gute Medienbildung in Thüringen braucht.
Ein zweiter Schritt wird sein, die vielfältigen Medienbildungsangebote und Medienbildungsakteure Thüringens sichtbar zu machen auf unserer Webseite. Ein weiterer Schritt ist es, Qualitätskriterien für gute Medienbildung zu formulieren. Diesen Prozess bestreiten wir gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen der Medienbildungsnetzwerkstellen aus Sachsen (die diesen Prozess initiiert haben und organisieren) und Sachsen-Anhalt sowie der Community. Ziel ist es, gute Medienbildung sichtbar zu machen und diese Kriterien an die Fördermittel- und Strukturgeber weiterzuleiten, um bessere Rahmen für noch bessere medienpädagogische Arbeit schaffen zu können.
Unsere Hauptaufgabe ist es, die vielen Medienbildungsakteure, die bereits diese Medienbildungsarbeit in verschiedenen Facetten leisten, dauerhaft sichtbar zu machen und zu vernetzen – untereinander und mit jenen, die nach Medienbildung fragen.
Mit Kreativität und Leidenschaft werden wir unsere Aufgaben und die gemeinsamen Ziele umsetzen. Natürlich können wir dies nicht allein. Deshalb bauen wir auf die tatkräftige Unterstützung des Medienbildungsnetzwerks Thüringen, das zu unserer Auftaktveranstaltung am 19. Februar 2025 die Wünsche an uns und die Forderungen an die Politik klar definiert hat. Daraus entstand das bereits erwähnte Impulspapier, das für uns genauso ein Leitfaden für unsere tägliche Arbeit ist wie das Maßnahmenpapier mit den ebenso klar definierten Aufgaben unserer Partner an die Fachstelle Strategische Medienbildung Thüringen.
Literaturverweise
Baacke, Dieter. 1996. «Medienkompetenz - Begrifflichkeit und sozialer Wandel». In Antje Rein (Hrsg.) Medienkompetenz als Schlüsselbegriff. 112-23. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt.
Baacke, Dieter 2001. «Medienkompetenz als pädagogisches Konzept». In Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) (Hrsg.): Medienkompetenz in Theorie und Praxis. Broschüre im Rahmen des Projekts Mediageneration – kompetent in die Medienzukunft (gefördert durch das BMFSFJ), S. 6-8. Abrufbar unter: https://dieter-baacke-preis.de/ueber-den-preis/was-ist-medienkompetenz/ (Zugriff: 14.07.2025).
Blömeke, Sigrid. 2005. «Medienpädagogische Kompetenz: Theoretische Grundlagen und erste empirische Befunde.» In Andreas Frey, Reinhold S Jäger, und Ursula Renold (Hrsg.) Kompetenzdiagnostik. 5:76–97. Landau: Verl. Empirische Pädagogik.
Bolten, Ricarda, und Karin Julia Rott. 2018. «Medienpädagogische Kompetenz: Anforderungen an Lehrende in Der Erwachsenenbildung. Perspektiven Der Praxis». MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung 30 (Erwachsenenbildung). S. 137–153. https://doi.org/10.21240/mpaed/30/2018.03.05.X.
Jörissen, B., und Marotzki, W. 2009 Medienbildung. Eine Einführung: Theorie – Methoden – Analysen. Bad Heilbrunn: Verl. Julius Klinkhardt.
Nickel, J., Ganguin, S., und Haubold, R. 2023. «Medienkompetenzförderung in mediatisierten Mädchen*welten». In Elke Schierer, Sylvia C. Reichle (Hrsg.); unter Mitarbeit von Birgit Groner: Handbuch Mädchen*(sozial)arbeit: Professionelle Herausforderungen der Sozialen Arbeit geschlechterreflektierend bewältigen. 1. Aufl. Weinheim: Beltz Juventa.
Süss, D., und Lampert, C., und Trültzsch-Wijnen, C.W. 2018. «Mediensozialisation: Aufwachsen in mediatisierten Lebenswelten». In Medienpädagogik. Studienbücher zur Kommunikations- und Medienwissenschaft. Springer VS, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-19824-4_2
[*1] Medienkompetenz nach Dieter Baacke (1996) schön erklärt unter: https://dieter-baacke-preis.de/ueber-den-preis/was-ist-medienkompetenz/
[*2]mit Einführung hier zu finden: https://joint-research-centre.ec.europa.eu/projects-and-activities/education-and-training/digital-transformation-education/digital-competence-framework-citizens-digcomp_en?prefLang=de&etrans=de
[*3]https://joint-research-centre.ec.europa.eu/digcompedu_en?prefLang=de
Die Fachstelle Strategische Medienbildung Thüringen wurde Ende 2025 vom Thüringer Landtag für eine Schriftliche Anhörung um eine Stellungnahme zur Initiative des Freistaats Thüringen zur Schaffung digitaler Schutzräume für Kinder und Jugendliche - Social-Media-Nutzung erst ab 16 Jahren? - gebeten. Der Antrag zur Initiative geht auf die Fraktionen CDU, BSW und SPD zurück.