Qualitätskriterien der Medienbildung

Veröffentlichung am 25.06.2026

Qualitätskriterien medienpädagogischer Arbeit

Die finale Phase bei der Entwicklung von Qualitätskriterien in der Medienbildung ist erreicht. Dieser Prozess wird von der Fachstelle Strategische Medienbildung Thüringen nicht nur begleitet, sondern aktiv inhaltlich unterstützt. Hier wird aufgezeigt, aus welchem Grund Qualitätskriterien in der Medienbildung wichtig sind, wer sie mit auf den Weg bringt und wem sie letztendlich nützen. Informiert wird auch über alle neuen Schritte auf dem Weg zum gemeinsamen Ziel, die Qualitätskriterien fest in der Medienbildung zu verankern, um so mehr Medienkompetenz in jeder Altersgruppe zu erreichen. Also neugierig und informiert bleiben.

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Veröffentlichung der Qualitätskriterien

Die Qualitätskriterien medienpädagogischer Arbeit sind final und stehen vor der Veröffentlichung:

Die Arbeitsgruppe "Qualitätskriterien für Medienbildung" stellt ihre Ergebnisse am Digitaltag, Donnerstag 25. Juni 2026, von 14:00 bis 15:00 Uhr vor. 

Melden Sie sich hier für die Online-Veranstaltung an:

Grafik Qualitaetskriterien

Qualitätskriterien auf den Weg gebracht

Gemeinsame Weiterentwicklung

Gemeinsam sind wir stark. Der Slogan des Thüringer Medienbildungsnetzwerks hallt weiter. Gemeinsam wurden zur Kick-Off am 19. Februar dieses Jahres die Anforderungen an die allgemeingültigen Qualitätskriterien in der Medienbildung im Impulspapier zusammengefasst. Diese Wünsche finden sich nun in den gemeinsam mit der Koordinierungsstelle Medienbildung Sachsen (KSM) und der Fachstelle Strategische Medienbildung Thüringen entwickelten "Qualitätskriterien medienpädagogischer Arbeit" wieder. Auch das Medienkompetenznetzwerk Sachsen-Anhalt wirkte daran mit.
Nach dem Start 2024 mit einer Arbeitsgruppe von Expertinnen und Experten verschiedener Disziplinen rund um die Medienbildung (mehr dazu siehe unten), liegt nun im finalen Teil des Erarbeitungsprozesses ein Papier vor, in dem unterschiedliche fachliche Perspektiven genauso berücksichtigt worden sind, wie der europäische Kompetenzrahmen (DigCompEdu) für die Medienbildung. Neben dem Impulspapier sind auch die Handreichung zur Entwicklung gelingender Medienbildungskonzepte von Spawnpoint (Krug 2024) und der Kriterienkatalog der Thüringer Bürgerradios (TMBZ 2010) mit eingeflossen.

Ziel der Kriterien ist es vor allem, den Fördermittelgebern und Financiers medienpädagogischer Arbeit eine Orientierung zu geben, was grundlegend für unsere Arbeit ist und was künftig gute zusätzliche Förderaspekte sein könnten.

Die Fachstelle Strategische Medienbildung Thüringen hatte sich gleich mit ihrem Start im Januar 2025 dazu der Arbeitsgruppe »Qualitätskriterien medienpädagogischer Arbeit in Sachsen« der KSM angeschlossen, die diese Gruppe aus ihrem Netzwerk heraus ins Leben gerufen hat. 

  • Die Kriterien werden unterscheiden in grundlegend erforderliche und empfehlenswerte progressive Erweiterungen. 
  • Zu den Kriterien wird auch eine ausführliche Publikation veröffentlicht, inklusive einiger Beschreibungen und beispielhafter Erklärungen zu den Faktoren und Kriterien sowie der umfangreichen Einordnung zur Entstehung und der Hintergrundpapieren.

Die Kriterien wurden von der Arbeitsgruppe in drei Faktoren unterteilt:

  • Kriterien, die die Fachkräfte medienpädagogischer Arbeit erfüllen sollten,
  • Kriterien, die skizzieren, was gute medienpädagogische Angebote definiert und
  • Kriterien für Rahmenbedingungen, die es bedarf, um gute medienpädagogische Arbeit zu verrichten.

Die Kriterien werden unterscheiden in 

  • grundlegend erforderliche und 
  • empfehlenswerte progressive Erweiterungen. 

Zu den Kriterien wird auch eine ausführliche Publikation veröffentlicht, inklusive einiger Beschreibungen und beispielhafter Erklärungen zu den Faktoren und Kriterien sowie der umfangreichen Einordnung zur Entstehung und der Hintergrundpapieren.

Welche Ziele werden mit den Qualitätskriterien verfolgt?

Die Entwicklung und Implementierung klarer Qualitätskriterien zielt darauf ab, die Effektivität und Nachhaltigkeit medienpädagogischer Angebote sicherzustellen. Diesbezüglich wird ein Beitrag zur Förderung der Medienkompetenz in der gesamten Gesellschaft sowie zur erfolgreichen Bewältigung der Herausforderungen der digitalen Transformation geleistet.

  • Die Sicherung der Bildungsqualität ist ein zentrales Anliegen, da Qualitätskriterien helfen, pädagogisch wertvolle und effektive medienpädagogische Angebote zu gewährleisten. Sie bieten einen Rahmen, um die Qualität der Bildungsinhalte und -methoden zu bewerten und kontinuierlich zu verbessern.
  • Des Weiteren sind Orientierung und Transparenz wesentliche Elemente. Die Definition von Qualitätskriterien bietet eine Orientierungshilfe für Fachkräfte der außerschulischen Medienbildung, indem sie klare Standards und Erwartungen definiert. Dies führt zu einer Steigerung der Transparenz sowie des Vertrauens in die medienpädagogischen Angebote.
  • Die Förderung der Medienkompetenz wird durch die Einhaltung von Qualitätskriterien in systematischer und umfassender Weise unterstützt. Dies gewinnt in einer zunehmend digitalisierten Welt an Bedeutung.
  • Die Professionalisierung der medienpädagogischen Arbeit wird durch klar definierte Anforderungen an die Qualifikation und Weiterbildung der Fachkräfte vorangetrieben. Dies fördert eine kontinuierliche Verbesserung und Anpassung der medienpädagogischen Praxis.
  • Die Evaluation und Weiterentwicklung sind ebenfalls zentrale Elemente. Qualitätskriterien ermöglichen eine systematische Evaluation der medienpädagogischen Arbeit und bieten Ansatzpunkte für deren Weiterentwicklung. Dies hilft, Schwächen zu identifizieren und gezielt Verbesserungen vorzunehmen.

Wir als Fachstelle Strategische Medienbildung Thüringen haben diesbezüglich das konkrete Ziel,

  • dass für Thüringen auf Grundlage der Kriterien Empfehlungen zur Festlegung einheitlicher medienpädagogischer Standards zur Berücksichtigung bei Fördermaßnahmen und Projektplanung der Jugendarbeit gesetzt werden können.
  • Auch werden die Ergebnisse genutzt, um die Seniorenmedienbildungsstrategie des Landes Thüringen umzusetzen.
  • Die Kriterien bieten uns als Unterstützungsstrukturen auch Aufschluss darüber, wo noch Support und Vernetzung benötigt wird.

Aus welchen Modellen speisen sich die Kategorien?

Grundlage bildet der europäische Kompetenzrahmen DigCompEdu.

Bei der Erarbeitung wurden jedoch verschiedene Medienkompetenzmodelle als auch Modelle für medienpädagogische Arbeit berücksichtigt und zusammengetragen.

  • Neben klassischen Medienkompetenzmodellen wie das Dieter Baackes, Aufenangers oder Schorbs, finden sich auch neuere Modelle, wie das Dagstuhl Dreieck/Frankfurter-Dreieck oder Blömekes Beschreibung medienpädagogischer Kompetenz in den Kriterien wieder.
  • Neben den europäischen Kompetenzrahmen DigComp und DigCompEdu wurden auch sehr spezifische Modelle, wie jene für die schulische Medienbildung wie die KMK, der NRW-Kompetenzrahmen, der DiKoLiS oder auch die Kriterien der TLM zur Sicherung der Qualität der Bürgerradios berücksichtigt.
  • Es wurden auch Praxiserfahrungen aus medienpädagogischer Arbeit und Fördermittelvergabe sowie aktuelle Diskussionen zur medienpädagogischen Profession als auch aus dem Netzwerk Medienpädagogik Sachsen, dem Thüringer Impulspapier der Auftaktveranstaltung der Fachstelle (siehe unten auf der Webseite) und ähnliche bereits bestehende Papiere, wie Conceptopia oder die Papiere der GMK in die Entwicklung und Strukturierung einbezogen.

Die ausführliche Darstellung der Quellen und Anleihen erfolgt dann in der Publikation der Qualitätskriterien.

Wie setzt sich die Arbeitsgruppe AG Qualitätskriterien zusammen?

Die Arbeitsgruppe wurde von der Koordinierungsstelle Medienbildung Sachsen (KSM) Anfang 2024 aus dem Netzwerk Medienpädagogik Sachsen heraus einberufen und setzt sich aus Expertinnen und Experten verschiedener Disziplinen rund um die Medienbildung zusammen. Die AG kooperiert eng mit Bildungseinrichtungen, Medienpädagoginnen und Medienpädagogen sowie weiteren relevanten Akteurinnen und Akteuren Mitteldeutschlands.

Hier eine Auswahl der Institutionen der Mitwirkenden (alphabethische Reihenfolge):

  • Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden: Film/Medien/Soziokultur
  • Bits 21 im Förderverein für Jugend und Sozialarbeit e. V.
  • Fachstelle Strategische Medienbildung Thüringen
  • Koordinierungsstelle Medienbildung Sachsen
  • LFD – Fachstelle für Medien und Bildung e. V.
  • Medienfux
  • Netzwerkstelle Medienkompetenz Sachsen-Anhalt
  • Professur für Medienkompetenz- und -Aneignungsforschung, Universität Leipzig
  • Radio-Initiative Dresden e. V. Und Coloradio Dresden e. V. 
  • Sächsische Landjugend e. V.  
  • Treibhaus e. V.
  • Yellow Cactus Business Skills GbR

Seit dem Frühjahr 2025 sind wir als Fachstelle Strategische Medienbildung Thüringen mit dabei, genau wie die Netzwerkstelle Medienkompetenz Sachsen-Anhalt.

Wir danken der KSM für die Initiative und allen Kolleginnen und Kollegen für ihr Engagement und ihre Unterstützung.

Was bisher geschah

Zunächst wurden in der Arbeitsgruppe in regelmäßigen Treffen verschiedene bestehende Modelle gesichtet und ergänzt um Erfahrungen aus der Praxis. Dann wurde sich für die Orientierung am DigCompEdu und Dagstuhl-Dreieck/bzw. Frankfurter-Dreieck entschieden, entlang dessen ein Modell mit 3 Faktoren zusammengestellt worden ist und sich für eine zweifache Gewichtung entschieden wurde. 

Zum Medienpädagogik Praxiscamp in Würzburg im September 2025 wurden die Kriterien in einer Barcamp-Session mit weiteren Medienbildungsakteuren u. a. auch aus anderen Bundesländern vorgestellt und besprochen und ein erster Testlauf der Abstimmung der Gewichtung konnte durchgeführt werden.
Auch zum GMK Forum im November 2025 in Oldenburg wurden die Kriterien weiteren Medienbildungsakteuren vorgestellt und besprochen.

Von der AG wurden drei Fragebögen entwickelt und von der KSM als Online-Fragebogen realisiert, der an die Mitglieder der drei mitteldeutschen medienpädagogischen Netzwerke versendet wurde. 
Die Auswertungen der Fragebögen durch die AG half neben der Gewichtung auch dabei, die Qualitätskriterien in Bezug auf die medienpädagogische Fachkraft, das Angebot und die Rahmenbedingungen zu verifizieren, bzw. zu ergänzen.

Gemeinsam erarbeiten wir daraus in der AG ein umfassendes Qualitätsmodell, das die Bewertung und Qualitätssicherung medienpädagogischer Angebote ermöglicht und somit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Medienbildung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen leistet.


Wie geht es weiter?

  • 25. Juni: Veröffentlichung & Vorstellung: Die Ergebnisse werden am 25.06.2026 veröffentlicht und in einer Online-Veranstaltung um 14 Uhr vorgestellt. 
  • 31. August: Onboarding: Um die AG um weitere Interessierte zu erweitern wird es am 31.08.2026 ein Online-Onboarding geben zur Mitarbeit & weiteren Zielbestimmung
  • Oktober: AG-Treffen Präsenz: Im Oktober wird es ein Arbeitstreffen in Präsenz geben, bei dem Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten für die Qualitätskriterien als Instrumente für die Praxis erarbeitet werden. 

Bei Interesse oder Fragen, wenden Sie sich an die Fach-, Netzwerk- oder Koordinierungsstelle Ihres Vertrauens! 

Koordinierungsstelle Medienbildung Sachsen
Netzwerk Medienkompetenz Sachsen-Anhalt,
Fachstelle Strategische Medienbildung Thüringen

Anmeldung zur Online-Veröffentlichung der Qualitätskriterien am 25.06.2026

Anmeldung zur Online-Veröffentlichung der Qualitätskriterien am 25.06.2026

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